Handlungshilfen

Tipps für Betriebsräte

Wir wollen die Ergebnisse unserer Arbeit nutzbar machen für Betriebräte und alle weiteren Gestaltungsakteure in der Automobilwirtschaft, wie Führungskräfte und Personalverantwortliche.

Dazu sind Handlungshilfen entstanden, die praxisorientiert konkrete Hinweise geben, wie das Handeln im eigenen Betrieb so gestaltet werden kann, dass Innovation, Beschäftigung, Digitalisierung, die Nutzung von KI oder Veränderungsprozesse für alle Beteiligten gut verlaufen.

In den Handlungshilfen sind auch Checklisten enthalten, die eine Standortbestimmung zu den einzelnen Themen sein können.

Die Checklisten sind unter der Service-Rubrik Selbsttests zu finden.

Innovation und Beschäftigung

Innovation ist für Betriebsräte ein zentraler Hebel, um Beschäftigung zu sichern, Standorte zukunftsfähig zu machen und Arbeit men-schengerecht zu gestalten. Betriebsräte sollen befähigt werden, ihre Beteiligungsrechte strategisch zu nutzen, um Transformationspro-zesse aktiv mitzugestalten, Risiken für Beschäftigte frühzeitig zu er-kennen und im Konfliktfall wirksam zu (ver)handeln.

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Tipps zu Innovation und Beschäftigung

Der Podcast

Die wesentlichen Aussagen der Handlungshilfe werden in einem Gespräch dargestellt. Dieser Podcast wurde mit KI erstellt. Für weitergehende Infos verweisen wir auf den PDF-Report.

Die Handlungshilfe stellt drei wesentliche Thesen auf:

  1. Frühzeitig erkennen statt hinterherlaufen. Betriebsräte sollten die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens systematisch einschätzen und nicht erst reagieren, wenn bereits Krisensymptome sichtbar sind. Wer strategische Entwicklungen, Geschäftsmodelle und mögliche Risiken früh erkennt, kann Beschäftigungssicherung und Standortfragen rechtzeitig auf die Tagesordnung setzen.
  2. Innovation mitgestalten statt nur reagieren. Innovation ist nicht nur eine technische Frage, sondern immer auch ein sozialer Prozess mit Auswirkungen auf Arbeit, Qualifikation und Zusammenarbeit. Deshalb sollten Betriebsräte Beschäftigte aktiv einbinden, Qualifizierungsbedarfe früh benennen und darauf achten, dass gute Arbeit bei Veränderungen mitgedacht wird.
  3. Mitbestimmung gezielt nutzen. Mitbestimmungsrechte entfalten ihre größte Wirkung, wenn sie strategisch und frühzeitig eingesetzt werden. Betriebsräte können damit Informationen einfordern, Alternativen prüfen und Verhandlungen so führen, dass Beschäftigung, Transparenz und faire Bedingungen gesichert werden.

Strategische Personalplanung

Zukunft gestalten heißt Personalplanung und -entwicklung zusam-men denken. Diese Handlungshilfe unterstützt Betriebsräte dabei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Ursachen zu verstehen und aktiv zu gestalten. Sie zeigt praxisnah – insbesondere aus der Be-schäftigtenperspektive – wie Personal- und Qualifizierungsbedarfe abgeleitet und konkrete Maßnahmen umgesetzt werden können.

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Tipps zu Strategischer Personalplanung

Die Handlungshilfe stellt drei wesentliche Thesen auf:

  1. Strategische Personalplanung verbindet Unternehmensziele mit den Interessen der Beschäftigten.
    Strategische Personalplanung ist weit mehr als die reine Ermittlung von Personalzahlen. Sie schafft Transparenz über zukünftige Personal- und Kompetenzbedarfe und ermöglicht es, Veränderungen frühzeitig zu gestalten. Durch die Verbindung von Unternehmensstrategie, Arbeitsorganisation und Personalentwicklung können Risiken wie Fachkräftemangel, Wissensverlust oder ungeplanter Personalabbau früh erkannt und wirksam adressiert werden.
  2. Gute Personalplanung entsteht durch die Verbindung von Kennzahlen und BeschäftigtenwissenKennzahlen liefern wichtige Hinweise auf Entwicklungen im Unternehmen, zeigen jedoch häufig nur Symptome und nicht die tatsächlichen Ursachen. Erst die systematische Einbindung der Beschäftigten macht sichtbar, welche Belastungen, Prozessprobleme oder Qualifizierungsbedarfe hinter den Zahlen stehen. Eine wirksame Personalplanung verbindet daher datenbasierte Analysen mit den Erfahrungen der Beschäftigten und schafft so eine belastbare Grundlage für Entscheidungen.
  3. Qualifizierung ist der Schlüssel für Beschäftigungssicherung und TransformationDigitalisierung, neue Technologien und veränderte Geschäftsmodelle verändern die Anforderungen an Beschäftigte grundlegend. Zukunftsfähige Unternehmen verknüpfen deshalb Personalplanung konsequent mit Qualifizierungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen. Nur wenn Kompetenzen systematisch aufgebaut und weiterentwickelt werden, können Beschäftigte neue Aufgaben übernehmen, Beschäftigungsfähigkeit erhalten und Transformation erfolgreich gestaltet werden.

Industrie im Umbruch

Künstliche Intelligenz und datengetriebene Plattformen verändern die Arbeitswelt in hohem Tempo. Betriebsräte sind in jedem Digitalisierungsprojekt gefordert, Zukunftsfragen von Arbeit, Unternehmen und Standort auf die betriebliche Tagesordnung zu setzen und mitzugestalten. Mit 10 praxisnahen Handlungsempfehlungen wird gezeigt, worauf es in der digitalen Transformation ankommt.

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Tipps zu Industrie im Umbruch

  1. Künstliche Intelligenz hält mit enormer Geschwindigkeit Einzug in die Unternehmen und läutet eine neue Phase der Digitalisierung ein. Was gestern noch unrealistisch erschien, wird heute bereits umgesetzt oder ist für morgen geplant. Damit eröffnen sich neue Chancen – doch sie entstehen nicht von selbst, sondern müssen aktiv gesucht und gestaltet werden. Zugleich sind die Risiken erheblich: für Beschäftigung und Arbeitsbedingungen ebenso wie für die Zukunft von Standorten und Unternehmen.
  2. Betriebsräte müssen jetzt schnell den Einstieg finden und dauerhaft am Ball bleiben, weil sich Anwendungen und Einsatzfelder rasant weiterentwickeln. Sie brauchen belastbare Einschätzungen zu Chancen und Risiken, strategische Leitplanken und Rahmenvereinbarungen, damit sie sich nicht in immer neuen Einzelprojekten verzetteln. Sie müssen gemeinsam mit den Beschäftigten im Blick haben, wie Digitalisierung und KI in der betrieblichen Praxis tatsächlich wirken, und nachsteuern. Und sie müssen bei jeder Anwendung konkret nachfragen: Wer entscheidet – im Großen wie im Kleinen? Der Mensch oder die KI?
  3. Die zehn Tipps unterstützen Betriebsräte dabei, in einer unübersichtlichen und dynamischen Situation den Überblick zu behalten, ihren Einfluss zu sichern und handlungsfähig zu bleiben. Sie verbinden die großen Zukunftsfragen von Arbeit, Beschäftigung, Unternehmen und Standort mit konkreten Ansatzpunkten für die betriebliche Praxis.

Transformation mitbestimmt gestalten

Veränderungen sind Teil der Transformation. In vielen Betrieben werden sie unbegleitet und ohne rechtzeitige Einbindung von Mit-arbeitenden oder Betriebsrat umgesetzt. Wir zeigen auf, dass es sich nicht um rein technische Vorgänge handelt, welche Rolle der Betriebsrat dabei spielen kann und wie generell Veränderung motivierender gestaltet werden kann.

Erscheint Herbst 2026